Wie gestern bereits angekündigt, mache ich mich heute auf den Rückweg. Das Wetter ist leider eher schlechter geworden als besser. Bei Regen muss ich den Wowa abbauen und die teils nassen Sachen verstauen. Das fängt ja gut an.

Google ist heute auch sehr nett zu mir. Zum Abschied führt der Navigator mich noch einmal in die Berge und über sehr schmale Straßen. Ein Tunnel ist überhaupt nur einspurig befahrbar, dafür aber über zwei Kilometer lang. Alle zwei-, dreihundert Meter gibt es abwechselnd Ausweichbuchten, die aber für mich mit Wowa ein bisschen kurz sind. Während des Durchfahrens kann ich nur hoffen, dass ich nicht rückwärtsfahren muss. Es geht aber alles gut und Verkehr ist zum Glück auch kaum. Auf den nächsten 30 km geht es nämlich 1 1/2-spurig mit Ausweichstellen weiter. Mir kommen aber nur zwei Autos entgegen, die netterweise selbst in eine Bucht fahren. Es geht auch ganz schön rauf und runter. Manchmal wachsen nur noch verkrüppelte Bäume rechts und links neben der Straße und auf dieser Höhe liegt auch noch Schnee. Schöne Ausblicke gibt es aber dafür auch. Leider ist die Sicht durch den Nebel, oder sind es vielleicht schon Wolken, etwas eingeschränkt.

Dreimal überfahre ich heute die Grenze zwischen Norwegen und Schweden. Ich muss sagen: Die Straßen in Schweden sind (hier) besser. Nach dem dritten Grenzübertritt bin ich endgültig in Schweden. Auch hier sind überall Fjorde und/oder Seen. Überall laden Schilder zum Angeln ein. Hier könnte man auch schön Urlaub machen, wenn das Wetter mitspielt.
Eigentlich wollte ich in der Nähe von Östersund einen Campingplatz suchen und mir so die Möglichkeit offenhalten morgen noch eine Stadtbesichtigung zu machen, aber leider sind hier die Campingplätze nicht so dicht gesät wie an der Küstenstraße. Der, den ich anfahre, sieht aus wie in Deutschland. Alles Parzellen schön gleichmäßig und abgetrennt. Da fahre ich lieber weiter und wie Dieter sagen würde: „Zurückzu gehts immer schneller!“ Kurz hinter Svenstavik entdecke ich dann ein Schild und stehe jetzt in Hoverbergs Camping. Wer Genaueres wissen möchte, kann sich ja den Endpunkt des Tracks ansehen 😉
Weil wir doch ziemlich lange unterwegs waren, gehe ich zuerst eine Runde mit dem Hund und dann gönne ich mir im dazugehörigen Restaurant ein Schnitzel und ein Bier. Muss ja auch mal sein.
Wieder am Wohnwagen krame ich den Heizlüfter raus. Es sind hier nur 7° C. Ich werde mir auch noch eine zusätzliche Decke bereitlegen. Sicher ist sicher!