Leo

Erst wollte ich nur sehen ob ich es kann...

E1

E1 2026 – Tag 1

Heute bin ich früh wach und kann mir in Ruhe einen Kaffee vor dem Haus gönnen,  bevor die Anderen wach werden.

Überhaupt sind wir ziemlich früh dran. Schon gegen 9:30 Uhr sind wir an der Wilhelmshöhe und starten unsere erste Etappe.

Das Wetter ist gut und der Weg führt uns zuerst durch ein Moor über Holzstege zum Blindensee. Wir trödeln hier ein bisschen rum, aber für eine Pause ist es noch zu früh.

Der Blindensee

Vom Blindensee gehen wir über den Brand zum Brend.

Dabei passieren wir die Günterfelsen. Einen Haufen rund verwitterte Findlinge, die ich zunächst für ein Relikt der Eiszeit halte. Sie sind aber durch Wollsackverwitterung entstanden. [Bild]

Vor dem Brend versuchen wir die Bregquelle zu finden. Brigach und Breg sind die Quellflüsse der Donau. Die Quelle der Brigach haben wir bei der letzten E1-Wanderung besucht. Allerdings ist die Bregquelle nur schwer zugänglich, weil sie sich auf Privatgrund befindet und zur Zeit nur wenig Wasser fließt. Dafür sehen wir die Martinskapelle, die wir ansonsten nur in einiger Entfernung passiert hätten. Interessant ist, dass wir auf dem E1, hier im Schwarzwald, einige Pässe überqueren,  die schon seit ca. 400 v. Chr. in Benutzung waren und damals wichtige Handelsrouten waren.

Wir laufen heute hauptsächlich auf geschotterten oder wurzelüberwachsenen Wegen, gefühlt auch hauptsächlich bergan. Das ist ziemlich anstrengend. Entschädigt werden wir durch die schönen Aussichten.

Blick vom Brendturm

Nach einer kurzen Pause am Brendturm  geht es weiter Richtung  „Kaltenherberg“ (so heißt der Ort). Dabei laufen wir an unserer Unterkunft vom vergangenen Jahr vorbei, passieren Furtwangen (in einiger Entfernung) und Neukirch.

In der „Kalten Herberge“ (so heißt die Gaststätte) essen wir zu Abend. Wie ich einem Aushang entnehme, liegt die Gaststätte auch an einer Kreuzung zweier alter Handelswege.

Die sind heute wohl durch die B 500 ersetzt, an der wir häufiger, mal in größerer mal in kleinerer Entfernung, entlanggeführt werden

Wir unterschätzen immer wieder die zurückzulegenden Höhenmeter. Laut Plan wäre diese Etappe eigentlich noch ein Stückchen länger. Wir lassen es für heute gut sein. Morgen ist auch noch ein Tag.