Nachts gegen drei Uhr werde ich wach, weil neben mir Wohnwagen abfahrbereit gemacht werden.
Ein Blick auf https://storebaelt.dk/ zeigt mir, dass das Mindestgewicht für die Überquerung auf 750 kg gesenkt wurde. Für meinen Anhänger ist zwar kein Leergewicht angegeben, aber 750 kg wird er wohl haben. Also mit dem Hund noch einmal ans Ufer, die Stützen hochgekurbelt und weiter. Bevor der Wind wieder stärker wird, wie im Wetterbericht angekündigt.
Auf der Brücke angekommen ist noch ziemlich starker Seitenwind. Deshalb halte ich mich an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 40 km/h. Die anderen Verkehrsteilnehmer nehmen es gelassen. Keiner drängelt, hupt, oder nervt sonst wie. Das ist mir hier im Norden ohnehin aufgefallen: Es wird viel rücksichtsvoller und sinniger gefahren. Es hat mich z.B. nicht einer, wenn die Straße einspurig wurde, noch schnell in einem Affenzahn überholt, um dann Zentimeter vor mir einzuscheren. Das wird, zurück in Deutschland, wohl wieder anders werden.
Weil jetzt die Chance besteht, noch rechtzeitig zum Semesterabschlussgrillen zu kommen, mache ich keine großen Pausen mehr und bin, nach fast 5000 km und 0,5 m³ Benzin, gegen Mittag wieder in Holzminden.
Leider ist weder Dieter noch Hans gekommen. Mit denen hätte ich gerne ein Rentenantrittsbier getrunken. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal. Zum Abschied erhalte ich von den Kollegen eine Leo-Büste und ein Fotoalbum. Eigentlich wollte ich ja nichts haben, aber das hat mich doch sehr gefreut. Tschüss Arbeit, hallo Freizeit.
Hier noch einmal die gesamte Strecke: