Leider ist das Wetter umgeschlagen. Der Himmel ist jetzt überwiegend grau und wolkenverhangen. Heute Nacht hat es ziemlich geregnet und dann tropfte plötzlich Wasser aus meiner Dachluke auf den Boden. Na super!
Das kann ich natürlich nicht so lassen und muss heute nach dem Frühstück erstmal los und eine Caravanreparaturwerkstatt finden. Das ging auch ziemlich schnell. Die Norweger scheinen große Freunde von Wohnmobilen und -anhängern zu sein. Und dann die Überraschung: Als ich ankomme, kommt sofort ein Monteur mit raus, guckt sich den Schaden an und macht sich sofort ans Werk. Eine Stunde später bin ich dann wieder auf dem Weg Richtung Norden mit dichtem Dachfenster.
Eigentlich wollte ich den „Goldenen Umweg“ (Den gyldne omvei) nach Steinkjer fahren. Nach der ersten Abzweigung ist aber nichts mehr ausgeschildert und so kehre ich auf die Europastraße zurück und folge den Schildern nach Steinkjer und zum Campingplatz. Ich glaube bei dem Umweg geht es auch hauptsächlich um Essen und Trinken.
Am Campingplatz angekommen ist Kora erstmal dran. Der Platz liegt am Zusammenfluss von Steinkjerelva und Byaelva. Beide Flüsse führen zurzeit nicht viel Wasser und wir können ein ganzes Stück am Rand flussaufwärts laufen.
Dann fahre ich einkaufen. Meine Vorräte sind erschöpft. Heute Morgen gab es schon nur noch Käse und Marmelade und ich habe mal Hunger auf etwas Gescheites und Zeit zum Kochen ist ja heute.
Im Wikipediaartikel über Steinkjer wird eine Netzwerkbogenbrücke erwähnt. Das soll auch noch die älteste der Welt sein. Die muss sich der Bauigel natürlich ansehen. Und wie der Zufall es will, überspannt Sie die Steinkjerelva nur etwa einen Kilometer flussabwärts vom Campingplatz und es führt ein Trampelpfad am Fluss entlang. Der Hund muss also nochmal raus.
Was wir morgen machen, mache ich vom Wetter abhängig. Ich habe den Platz erstmal für zwei Tage gebucht. Vielleicht fahre ich den „Goldenen Umweg“ dann nochmal separat ab, gehe in die Stadt oder faulenze.